Freitag, 19. Februar 2016

Bitte erst probieren und dann urteilen. Hier kommt Eierlikörkuchen


Um es gleich vorweg zu nehmen. Ich finde Eierlikör nicht lecker, Weder zu Sahne, als Weihnachtsgetränk oder auch pur. Aber das hält einen ja nicht davon ab, damit zu backen. Denn dieser Kuchen ist richtig saftig und super lecker. Eine Freundin hat vor etlichen Jahren immer diesen Kuchen gebacken und alle waren überrascht, dass Eierlikör hier eine richtig gute Figur macht.

Also traut euch ruhig ran, die Billigversion von diversen Discountern reicht vollkommen aus!

Ihr braucht:                                                125g Weizenmehl
125g Speisestärke
4 TL Backpulver
200g Puderzucker
1 Päckchen Vanillezucker
250ml neutrales Speiseöl (ich nehme Sonnenblumenöl)
250ml Eierlikör
4 Eier (L)
180° Ober-/Unterhitze

Das schöne an diesem Kuchen ist, dass ihr euch überhaupt keine Gedanken über die Reihenfolge der Zutaten machen müsst. Einfach erst Mehl, Speisestärke und Backpulver vermischen und dann den Rest rein hauen. Das ganze müsst ihr jetzt möglichst auf höchster Stufe mindestens eine Minute lang richtig schaumig schlagen! Achtet dabei darauf, dass klebende Teigreste vom Rand eingearbeitet werden. 

Nun fettet ihr eine Gugelhupfform (22cm Durchmesser) schön ordentlich ein und bemehlt sie auch ggf. etwas. Den Teig reinfüllen und auf unterer Schiene für ca. 60 Minuten backen.
Nach dem Backen lasst ihr das süße Stück am besten für 5 Minuten in Ruhe und stürzt es dann aus der Form. 
Optional schmeckt er mit einer dunklen Schokoglasur auch richtig richtig gut! Ansonsten einfach der Optik wegen mit Puderzucker bestreuen. 

Wieder mal ein Beweis, dass es oft darauf ankommt, wie man manche Zutaten verwendet. 

Genug Weisheiten, 

eure Natalie. 

Lieblingsklassiker - Zimtschnecken

Es ist so weit, ich habe wieder ein Leben. Man kann nur sagen, Augen auf bei der Studienwahl, denn ansonsten kommt man einfach zu nichts mehr. Und das Bloggen ist von meiner Seite im letzten Jahr wohl richtig untergegangen. Aber vielleicht kann ich das jetzt zumindest für eine kleine Zeit lang ändern.


Ich starte den guten Vorsatz mit kleinen Helden in Schneckenform. Jeder kennt sie und ich weiß eigentlich von niemandem, der sie nicht mag. Zimtschnecken gehen irgendwie immer. Ob warm, kalt, zum Frühstuck, Nachtisch oder einfach nur so.

Das Rezept ist wirklich einfach und die Form wird perfekt, wenn ihr einfach ein Muffinblech zu Hilfe nehmt.
Aus dem Teig ergeben sich ziemlich genau 12 Schnecken, also ein Blech.

Die Zutaten:         350g Weizenmehl und 150g Weizenvollkornmehl (eine Sorte geht auch)
1 Päckchen Trockenhefe
50g weiche Butter
25g Rohrzucker/brauner Zucker (nach Geschmack)
1/2 TL Salz
1 Ei
200ml lauwarme Milch

Als aller erstes mischt ihr die beiden Mehlsorten mit der Trockenhefe in einer Schüssel. Nun gebt ihr Butter, Zucker, Salz, das Ei und die lauwarme Milch dazu. Achtet darauf, dass die Milch nicht zu heiß ist, sonst kommt die Hefe nicht so gut. Das ganze muss nun 10 Minuten ordentlich durchgeknetet werden, bis ihr eine schöne glatte Kugel Teig habt. Am besten ihr deckt die Schüssel jetzt mit einem feuchten Küchentuch ab, und lasst alles für ca. 60 Minuten an einem warmen Ort gehen. Danach müsste sich der Teig hoffentlich sichtbar vergrößert haben. 

Die Füllung:                                                  60g weiche Butter
50g Rohrzucker/brauner Zucker
3 TL Zimtpulver
50g Rosinen, falls sie erwünscht sind

Ihr könnt jetzt den Backofen auf 180° Ober-/Unterhitze vorheizen und das Muffinblech mit Butter einfetten.
Den gegangen Teig nun zu einem schönen großen Rechteck ausrollen (ca. 25cm x 35cm). Zucker und Zimt in einer Schüssel mischen, das Rechteck mit der Butter bestreichen und die Mischung darauf streuen. Ich versuche immer, auch die Ränder gut zu erwischen, sonst haben die Endstücke keine Füllung. Rosinen sind beim Backen ja auch bekanntlich ein pikantes Thema; die könnt ihr natürlich ganz nach Geschmack weg lassen und jetzt dazu streuen. Den Teig von er Längsseite aufrollen und in 12 Scheiben schneiden. Dazu empfehle ich ein wirklich scharfes Messer. Falls es euch so geht wie mir und die Schnecken durch leichtes Quetschen ihre Form verlieren, könnt ihr sie immer wieder ein bisschen zurecht formen. Ihr setzt sie dann einfach in die Mulden des Blechs und schiebt das ganze für 10-15 Minuten in den Ofen. 

Wer es mag, kann die fertigen Schnecken nach dem Backen noch mit Honig beträufeln. 

Also wirklich richtig einfach, oder? Und garantiert überall beliebt. 

Viel Erfolg beim Nachbacken,

Eure Natalie.



Freitag, 13. März 2015

Süße Hefe - Veganes Apfel-Pflaumen-Brot mit Zimt

Dieses Brotartige Gebäck eignet sich super als süße Variante zum Frühstück. Ich wollte es schon lange ausprobieren, weil ich ein ganz großer Fan von Pflaumen mit Hefeteig bin - und dann war da noch Zimt dabei... Perfektion in seiner höchsten Form. 


Ich gebe zu, bei der Zubereitung handelt es sich um eine mittelgroße Sauerei, aber es macht auch irgendwie Spaß, wenn das Ergebnis stimmt. 
Vielleicht sagt euch das Rezept ja genauso zu, wie mir:

Für den Hefeteig:                                   150ml Sojamilch
250g Dinkelvollkornmehl (Type 1050)
1/4 Würfel frische Hefe (10g oder 3g Trockenhefe)
60g Zucker
1 Prise Salz
1/2 TL Bourbon-Vanillepulver
1 TL Zimt
1 EL neutrales Pflanzenöl

Die Milch lauwarm erhitzen. Das Mehl in eine Schüssel fülle, eine Mulde bilden und die Hefe mit 1 EL Zucker und 3 EL Milch darin verrühren. Den Vorteig an einem warmen Ort ca. 10 Minuten gehen lassen.
Alle weiteren Zutaten zum Vorteig geben, mit den Knethaken kurz vermischen und dann auf wenig Mehl gut durchkneten. Abgedeckt an einem warmen Ort ca. 2 Stunden auf das Doppelte aufgehen lassen. 

Inzwischen könnt ihr die Füllung zubereiten:
350g Pflaumen
150g Apfel
3 EL Zucker
1 TL Zimt
1/2 Bio-Zitrone
200g Seidentofu

Das Obst in ca 0,5cm große Würfel schneiden und mit 1 EL Zucker und Zimt in einer Schüssel mischen. Das ganze ein Weilchen ziehen lassen. 
Nach der Gehzeit den Teig auf einer gut bemehlten Fläche auf ein Rechteck von ca. 40x50cm ausrollen. Mit einem feuchten Tuch bedeckt nochmals ca. 30 Minuten gehen lassen. 

Nun könnt ihr den Backofen auf 180° Ober-/Unterhitze anschmeißen. Die Zitronenhälfte heiß abwaschen, die Schale abreiben und den Saft auspressen. Schale, Saft, 2 EL Zucker und den Seidentofu fein pürieren. Nun den Saft, den das Obst gezogen hat, unterrühren. Diese Tofucreme auf dem Teig verteilen und die Früchte ebenfalls darauf geben. 
Jetzt geht es an die Sauerei - versucht vorsichtig den Teig von der langen Seite her aufzurollen und ihn in 6 Stücke zu schneiden. Bei mir lief dabei ordentlich Füllung raus. Das macht aber gar nichts, außer ich hattet nicht vor, so viel aufzuräumen und zu putzen. 
Eine Kastenform von 30cm Länge entweder gut fetten oder mit Backpapier auslegen und die "Schnecken" aufrecht nebeneinander hineinsetzen. 
Das Pflaumenbrot auf mittlerer Schiene ca. 45-50 Minuten backen, etwas abgekühlt vorsichtig aus der Form lösen und mit Puderzucker bestäuben. 

Beim Anschneiden kann man die tolle Form sehen, die sich durch das Aufwickeln ergibt. 
Wie so oft kann man den Kuchen auch super mit Birnen oder Beeren backen. Genießt den kreativen Freiraum!

Viel Spaß dabei. 

Ganz viele Küsse, 

Eure Natalie


Dienstag, 10. März 2015

Neue Challenge - Vegane, glutenfreie Protein-Zitronenkuchen ohne Zucker

Ich denke, es ist schon lange kein Geheimnis mehr, dass ich immer versuche, meine Rezepte möglichst gesund, zu gestalten. Hier folgt ein Versuch davon, der ehrlich gesagt, noch etwas verbesserungswürdig ist. 


Ich wollte schon lange, Mehl durch Proteinpulver ersetzen und so eine völlig andere Art Kuchen entwickeln. Ich habe es einfach mal mit Zitronenkuchen ausprobiert und hier ist das Ergebnis. Den Zucker habe ich dieses mal (statt wie so oft mit Stevia) mit Xucker ersetzt. Unter Stevia leidet meiner Meinung nach oft die Konsistenz ein wenig, weswegen ich mich dazu entschied, diese Variante zu kaufen. 
Außerdem habe ich dieses Mal die Eier nicht mit Sojamehl ersetzt, sondern einen natürlichen Ei-Ersatz verwendet, der bei Pancakes wirklich schon super funktioniert hat.
Also hier das mehr oder weniger improvisierte Rezept:

2 große Bio-Zitronen
1 TL Bourbon-Vanillezucker
125g vegane Margarine
80g Xucker
1 Prise Salz
3 TL no egg aufgelöst in ca. 6 EL Wasser
(alternativ würde ich 2 TL Sojamehl in 4 EL Sojamilch lösen)
100g Proteinpulver (ich habe reines Soja-Protein genommen)
150g Reismehl
3 TL Backpulver
ca. 150 ml Sojamilch - ich musste einfach hinzufügen, bis mir die Konsistenz gepasst hat.

Den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. 12 Förmchen von 200ml Inhalt leicht fetten. Die Schale von den Zitronen abreiben und den Saft auspressen. Ihr braucht nachher ca. 100ml zum tränken. Den Rest würde ich auf jeden Fall in den Teig rühren, da dieser sonst fast nach nichts schmeckt! 

Die Margarine mit Zucker, Vanille und Salz cremig aufschlagen. Den Ei-Ersatz und schon mal etwas Milch hinzufügen. Nun Backpulver, Proteinpulver und Mehl mischen, Zitronenschale hinzufügen und alles im Wechsel mit der Milch (und dem restlichen Zitronensaft) rasch unterrühren. Ich habe wirklich viel Milch gebraucht, von daher müsst ihr einfach schauen, wie die Konsistenz sich entwickelt. 

Den Teig in die Förmchen füllen. Macht das gut großzügig, denn viel gehen sie beim Backen nicht auf. Nun einfach ca. 25 Minuten auf mittlerer Schiene backen.
Nach der Backzeit die Küchlein mit einem Holzspieß mehrmals einstechen. 

Im Originalrezept wird jetzt ein Guss aus Puderzucker und Zitronensaft angerührt. Wem dort der Zucker egal ist (so wie meiner geliebten Schwester, die förmlich nach Guss schluchzte), der sollte das auch unbedingt des Geschmacks wegen tun. Ich habe versucht aus den restlichen 100ml Zitronensaft und dem Xucker eine Art Sirup zu kochen - das war leider geschmacklich immer noch etwas neutral. Beim nächsten Mal würde ich vielleicht einfach nur den Saft sparsam zum Tränken verwenden - da kann ich euch aber leider noch keine Erfahrungsberichte liefern. 

Ich versuche, in nächster Zeit nochmals solche "gesunden" Kleinigkeiten zu basteln. Aber bitte seht es mir nach, wenn es nicht auf Anhieb klappt. Es macht auf jeden Fall Spaß, solche Herausforderungen anzunehmen! 

In diesem Sinne, ganz viele Küsschen an euch, 

Eure Natalie.





Easy-peasy Bagels mit glutenfreier Option




Wer kennt und liebt sie nicht - Schöne Bagels (am besten mit Lachs) ?! Sie eignen sich als kleine Mahlzeit oder zum Frühstück und sind eine tolle Abwechslung zu langweiligen Brötchen.

Ich habe hier ein wirklich einfaches Rezept, das gelingsicher ist und sich ganz einfach glutenfrei ableiten lässt.

Ihr braucht für 12 Stück:                                500g Mehl
                    (glutenfrei: 400g Teffmehl, 80g Braunhirsemehl, 20g Kokosmehl; es geht auch Reis- oder Maismehl; was ihr eben im Handel bekommt)
1 Würfel Hefe
Salz
3 EL braunen Zucker
300ml lauwarmes Wasser
Milch zum Bestreichen
Körner zum Bestreuen

Das Mehl in eine Schüssel sieben, die Hefe dazubröckeln sowie 1 TL Salz und den Zucker hinzugeben. Nach und nach das Wasser hinzufügen und mit den Knethaken in 5-6 Minuten zu einem glatten, geschmeidigen Teig verarbeiten. Zu einer Kugel formen und an einem kuschlig warmen Ort ca. 45 Minuten gehen lassen. Nach dieser Entspannungsphase den Teig auf wenig Mehl noch einmal durchkneten und dann 12 gleich große Kugeln formen und mit einem feuchten Tuch abdecken. 
Bei der glutenfreien Variante brauche ich immer etwas mehr Mehl zum Verarbeiten. Außerdem zerbröckelt der Teig ein wenig. Hier zählt - Übung und Erfahrung machen den Meister, vor allem was die Verhältnisse der verschiedenen Mehle angeht. 

Jetzt müsst ihr 1 L Wasser in einem weiten Topf aufkochen - Bagels werden nämlich "gekocht". Mit eurem Finger oder einem Holzlöffel bohrt ihr ein Loch (ca. 2cm)  in die Kugel, sodass die typische Form entsteht. 
Nun den Ofen auf 200° C Ober-/Unterhitze vorheizen und jeden Bagel im Wasser von beiden Seiten ca. 1-2 Minuten kochen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen und nochmals 15 Minuten gehen lassen. Danach die Bagels mit beliebiger Milch bestreichen (ich nehme Soja, damit vegan - mit Eigelb ist klassisch) und nach Lust und Laune mit Sesam, Mohn oder Kernen bestreuen.
In der Mitte des heißen Ofens für ca. 20 Minuten goldbraun backen.

Fertig ist der Frühstücksgenuss. 

Die Bagels lassen sich übrigens super einfrieren. Wenn ich das vorher weiß, backe ich sie nicht so lang (nur ca. 15 Minuten), lasse sie auskühlen und friere sie dann ein. Einfaches Aufbacken sorgt für frischen Genuss. 

Viel Vergnügen mit dem Rezept, 

Eure Natalie

Montag, 23. Februar 2015

Cakepops aus Teigresten

Aus meinem letzten Post sind Teigreste hervorgegangen, die ich nur schweren Herzens hätte weg schmeißen können. Muss man aber auch gar nicht.

Da ich leider zugeben muss, dass ich Cakepops an sich nicht gerne mache, hat es sich hier jedoch angeboten. Besser so, als unnötig weg schmeißen.

Ich finde, dass Aufwand- und Leistungsverhältnis bei den kleinen Dingern irgendwie nicht stimmen. Es macht zwar Spaß, sie zu formen und verschiedene Variationen zu versuchen, aber nur für einen kleinen Teigklumpen, extra einen Kuchen zu backen, den ich dann zerstören muss    :( , erscheint mir irgendwie zu viel des Guten.
Jetzt genug des schlechten Redens, denn extrem lecker sind sie allemal.

Also nahm ich die Reste (es ist wirklich schnurz, was für Kuchenreste ihr habt, alles ist möglich) und verarbeitete sie schön brav weiter.

Super einfach:              

Teigreste + 40g Nussmus (Mandel-, Cashew- oder Erdnussmus) + etwas Flüssigkeit, falls nötig (ich habe einen kleinen Schuss Sojamilch und etwas von dem Kirschgemisch aus dem vorherigen Rezept genommen) + 150g Zartbitterkuvertüre


Das sind die Grundzutaten. Das Mus müsst ihr nur etwas über dem warmen Wasserbad erwärmen und dann einfach alle Zutaten (bis auf die Schokolade) zu einer formbaren Masse vermischen. Das ganze am besten 10 Minuten in den Kühlschrank stellen. Aus meiner Menge habe ich etwa 15 Pops herstellen können. Macht sie lieber nicht zu groß, sonst fallen sie nachher so leicht vom Stiel.
Ich habe in meinen Teig noch Reste von den gehackten Mandeln geschummelt. Jetzt könnt ihr ungefähr walnussgroße Bällchen formen. Damit es auf keinen Fall langweilig wird, habe ich in jedes eine getrocknete Sauerkirsche und eine schokolierte Mokkabohne versteckt. Auch hier seid ihr frei in eurer Kreativität und eurem Gusto. Die Kuvertüre über dem warmen Wasserbad schmelzen. Nun die Stiele, die ihr benutzen möchtet, einmal in die Schokolade tunken und dann in die Cakepops stecken. Alles nochmal für ca. 1 Stunde kühlen.

Nach dieser Zeit, die Schokolade erneut verflüssigen und jeden Cakepop damit überziehen. Kompliziert wird es leider, wenn man nur 2 Hände zu Verfügung hat und die Dinger irgendwie möglichst ohne Macken trocknen sollen. Dazu eine Tasse mit Zucker beschweren (was anderes geht natürlich auch) und die Stiele dort hinein stecken. Falls ihr es bunt mögt, oder das ganze immer noch zu langweilig erscheint, könnt ihr die fertigen Pops noch in Zuckerstreuseln oder Ähnlichem wälzen, solange die Schokolade noch nicht trocken ist.

Ich würde sie immer etwas kühler lagern, damit die Schokolade knackig bleibt.


Meine Meinung bleibt bestehen: ich mache Cakepops weiterhin nur, wenn es sich anbietet. Aber es ist immer gut, eine Rezeptidee dafür in der Hintertür zu haben.

Also viel Spaß beim Austoben,

Küsschen von Natalie


Schokosplittercupcakes mit Kirschfüllung und frisch gerösteten Mandeln inklusive Cakepops als Resteverwertung


Es ist mal wieder so weit. Nach wirklich sehr langer Pause (entschuldigt das bitte), habe ich nun wieder etwas Zeit gefunden, ohne Stress und mit viel Liebe zu backen. Bevor dieser Moment verfliegt, nutze ich ihn und poste auch gleich ein neues Rezept.
Da ich hier nicht einfach irgendetwas beitragen möchte, sondern mich mit Mühe dem bloggen widmen möchte, habe ich es die letzten Monate nicht geschafft, einen Post zusammen zu stellen. Ich habe nicht komplett aufgehört zu backen, aber es musste meistens einfach schnell und einfach sein, damit meine Seele etwas Entspannung abbekommt.

Nun aber zu dem heutigen Rezept. Ich backe unheimlich gerne Muffins und Cupcakes. Ich finde sie sehr praktisch. Jeder bekommt seine eigene Portion, es gibt kein krümeliges Zerschneiden und falls sie schon 2-3 Tage gestanden haben, kann man die meisten Sorten immer noch einfrieren. Außerdem eignen sie sich immer gut für jegliches Event. Ein echter All-rounder eben.

Meine Schwester hat mir diese super süßen Cupcake-Förmchen geschenkt. Damit wird das ganze natürlich noch origineller. Und als ich anstatt der 12 Muffins, 14 Muffins aus dem Teig holen konnte (ich hab sie erstmal nicht so voll gemacht, weil ich nicht ganz wusste, wie der Teig sich verhält), dachte ich mir, ich nutze die Gelegenheit. Und sehen Sie nicht unheimlich toll aus?! Ja, ich liebe etwas Kitsch!

Die Kombination aus lockerem Teig mit Schokolade, frischem Kirschkompott und knackigen Mandeln ist genial. Außerdem sind sie super gesund. Sie enthalten kein Gramm Zucker, außer den, der in der Schokolade ist. Wie so oft ist dieses Rezept auch vegan. Also los geht's:

Ihr braucht:            

220 Sauerkirschen, ich habe 200g TK-Kirschen auftauen lassen 
(geht super & ihr habt kein lästiges Entsteinen)
70g Zartbitterschokolade (mind. 55 %)
300g Dinkelvollkornmehl
1 gehäufter TL Natron
1/2 TL Bourbon-Vanille-Pulver
70g Agavendicksaft (ich habe nur ca. 40g genommen und etwas mehr Joghurt eingerührt)
30ml neutrales Pflanzenöl
1 TL Apfel- oder Weißweinessig
150g ungesüßter Sojajoghurt
200ml Sojamilch




Außerdem:
50ml Kirschsaft (Wasser geht auch)
ein Spritzer Kirschwasser, wem es danach beliebt
3 EL Agavendicksaft
1/2 TL Agar-Agar
1 Msp. Guarkern- oder Johannisbrotkernmehl
40g Mandeln (mit oder ohne Schale, Geschmacksache)


Ich benutze bei Muffins immer Papierförmchen, da ich kein Risiko eingehen möchte. Den Ofen auf 180° Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Schokolade grob hacken. Nun Mehl, Natron und Vanille vermischen. Die feuchten Zutaten hinzufügen und alles rasch zu einem glatten Teig verrühren. Die Schokolade unterheben, in den Förmchen verteilen und für 12-15 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Eine Stäbchenprobe verrät euch, ob sie gut sind. 

Die Muffins aus der Form nehmen und vollständig auskühlen lassen. 

Inzwischen für das Kompott, die Kirschen in einem Topf mit Saft/Wasser, Agavendicksaft und Agar-Agar mischen. Das ganze einmal aufkochen und 2-3 Minuten köcheln lassen. Vom Herd nehmen und das Mehl einrühren. Nun lauwarm abkühlen lassen. Die Mandeln in einer Pfanne ohne Fett rösten und grob hacken.

Wenn die Muffins kalt sind, aus der Mitte einen Kreis von ca. 1,5cm Tiefe ausschneiden (Reste nicht wegschmeißen! → nächster Post) Jeden Muffin mit 2-3 Kirschen und etwas Sirup befüllen. Für den extra Crunch nun die gehackten Mandeln darauf verteilen. 

So schnell sind die süßen Werke gemacht.
Da ich so ungern irgendetwas weg schmeiße, habe ich die Teigreste zu Cakepops verwertet. Das Rezept findet ihr als nächsten Post. 

Ich hoffe, nach der längeren Pause gefällt euch das Rezept und dass sie euch genauso gut gelingen wie mir. 

Hoffentlich bis bald, ihr Lieben, 

Eure Natalie





Samstag, 1. November 2014

Pinkes, veganes Glück - Saftiger Rote-Bete-Rührkuchen

Mich würde ganz ehrlich interessieren, wie viele diesen Beitrag allein wegen der Überschrift schon überspringen. 
Gemüse im Kuchen ist schon eine spezielle Sache - aber nur, weil es drin ist, heißt es nicht, dass man es auch schmeckt. Die rote Bete gibt diesem Kuchen eine tolle Saftigkeit und macht ihn wirklich, auch wegen der Farbe, zu einem Highlight. Außerdem ist es auch keine schlechte Möglichkeit, die ein oder andere Knolle los zu werden, falls man mal eine zu viel gekauft hat - die Frage ist dann wohl aber doch, ob das vorkommt. 


Los geht's:                                             1 rote Bete (ca. 150g)
1 Bio-Orange
250g Weizen (Type 405) - oder Dinkelmehl (Type 630)
2 gestrichene TL Natron
160g Zucker
1 Prise Salz
1 TL Apfel- oder Weißweinessig
80ml neutrales Pflanzenöl
100ml Sojamilch
100ml Sprudelwasser
5 EL Puderzucker
3 TL Rote-Bete-Saft (vom Kochwasser)

Die Rote Bete waschen, nur falls nötig schälen, klein würfeln und knapp mit Wasser bedeckt 20 Minuten sehr weich köcheln. Durch ein Sieb abgießen (etwas Flüssigkeit für den Guss nicht vergessen!) und pürieren.
Die Orange heiß waschen und die Schale abreiben. Auch den Saft auspressen. 
Eine Gugelhupfform gut fetten, evtl. ausmehlen und den Backofen auf 200° Ober-/Unterhitze vorheizen.

Mehl, Natron, Zucker und Salz vermengen. Dann Essig, Öl, Sojamilch, Sprudelwasser, Orangensaft und -schale hinzufügen und alles ganz fix zu einem glatten Teig verrühren. Das Rote-Bete-Püree gut einarbeiten und den Teig in die Form füllen. Den Kuchen für 30-35 Minuten auf der unteren Schiene backen (unbedingt eine Stäbchenprobe machen). Erst komplett auskühlen lassen und dann aus der Form lösen. 

Nun, für die tolle Farbe, den Guss anrühren. Dafür den Puderzucker mit dem aufgefangenen Saft, also 3 EL, verrühren und auf dem Kuchen verteilen. 

Optisch macht der Kuchen doch auf jeden Fall was her. Man muss sich nur trauen und einfach mal wild kombinieren. Keine Angst!

Hoffentlich konnte ich einige inspirieren.

Ich wünsche euch noch ein tolles Wochenende, 

Eure Natalie. 


Mittwoch, 29. Oktober 2014

Mediterran veganer Blechkuchen - Cranberry-Streuselkuchen mit Rosmarin




Ich persönlich bin ja ein totaler Fan von Kombinationen aus süß oder fruchtig und verschiedenen Gewürzen. Dieser Streuselkuchen hat mich wirklich einfach neugierig gemacht, da die Mischung aus Hefeteig, fruchtigen Cranberries und würzigem Rosmarin in meinen Augen sehr reizvoll ist. 

Am schönsten ist immer der Moment, wenn man unter das Tuch der Hefeschüssel schaut und sich ein wunderschön gegangener Teig präsentiert. Dann kann alles nur noch gut werden!

Was ihr benötigt:                                      250ml Sojamilch
1/2 Würfel Frischhefe (ca. 20g)
2 Päckchen Vanillezucker
500g Weizenmehl (Typ 550)
60g Zucker
1 Prise Salz
80ml neutrales Pflanzenöl
100g getrocknete Cranberries

Die Cranberries in einer Schüssel mit 300ml lauwarmen Wasser übergießen und abgedeckt quellen lassen.
Die Sojamilch lauwarm erhitzen. Die Hefe zerbröckeln, den Vanillezucker darüber streuen und mit der warmen Milch übergießen. Die Mischung für 5 Minuten stehen lassen, bis die Hefe Blasen wirft. 
Inzwischen die trockenen Zutaten in einer Schüssel mischen und das Öl sowie die fertige Hefemischung dazugeben. Alles mit den Knethaken vermischen, bis sich Klümpchen bilden und dann mit den Händen auf einer bemehlten Arbeitsfläche eine Kugel formen. Diese mit wenig Mehl bestäuben und ca. 2 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen. 


Für die Streusel:                                5-6 junge Rosmarinnadeln
160g Weizenmehl (Type 550)
100g gehackte Mandeln
60g Puderzucker
120g kalte Margarine

Die Rosmarinnadeln sehr fein hacken und alle Zutaten zu einem glatten Teig verarbeiten. Bis zur Verwendung in den Kühlschrank stellen. 
Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Nach der Gehzeit den Teig mit den Händen darauf verteilen und die Oberfläche mit 1-2 EL lauwarmen Wasser bestreichen.
Die Cranberries durch ein Sieb abgießen und gleichmäßig auf dem Teig verteilen, dabei etwas andrücken. Jetzt den Kuchen für weitere 20 Minuten gehen lassen.

Nun den Ofen auf 170° Ober-/Unterhitze vorheizen und mit den Fingern Streusel aus dem Streuselteig über den Hefeteig reiben. 

Den Kuchen auf der mittleren Schiene für 30-35 Minuten goldbraun backen, herausnehmen und abkühlen lassen. 


Etwas Besonderes und trotzdem simpel - so mag ich es besonders gerne!

Ganz viele Küsse, 

Natalie






Extrem saftig & extrem lecker - Blaubeermuffins mit Vanilleguss

Jeder kennt die klassischen amerikanischen Blaubeermuffins. Und jeder liebt sie. Sie sind fruchtig, meistens saftig, hoffentlich fluffig und meistens super lecker. 


Ich habe hier eine Variante mit einem Vanilleguss aus saurer Sahne für euch, die dem ganzen noch eine richtig besondere Note gibt.

Ihr braucht:                                                     100g Butter
200g Weizenmehl
2 geh. TL Backpulver
250g Heidelbeeren, frisch oder halbgefroren
250g saure Sahne
4 Päckchen Vanillezucker
2 Eier Größe M
120g Zucker

Den Backofen auf 180° Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Muffinblech mit Papierförmchen auslegen oder fetten. 150g saure Sahne mit dem Vanillezucker verrühren. Die Butter zerlassen, Mehl mit Backpulver mischen. Die restliche saure Sahne mit Eier, Zucker und Butter verrühren. Die Mehlmischung zügig unterrühren. Zwei Drittel der Heidelbeeren vorsichtig unterrühren. 

Den Teig in die Muffinmulden füllen, die restlichen Beeren darauf streuen und die Muffins auf der mittleren Schiene erst einmal für 10 Minuten backen. Dann den Sahneguss darauf verteilen und weitere 15-20 Minuten backen. 

Schwupps, sind die kleinen Schönen fertig und können leicht abgekühlt vernascht werden. Amerikanischer Genuss neu aufgelegt. 

Viel Spaß beim Nachmachen. 

Eure Natalie
   


Sonntag, 12. Oktober 2014

Gitter-Apfelkuchen mit Vanillepuddingfüllung - Zurück zu den Klassikern

Auch wenn Freundinnen Geburtstag haben, nutze ich die Gelegenheit und komme selten mit leeren Händen. Diesmal sollte es ein richtiger Klassiker passend zur Jahreszeit werden. 



Ich liebe die Kombination aus Äpfeln, Pudding und Mürbeteig; von daher war dieser Kuchen einfach ideal. Und simpel ist er auch noch. Was will Frau mehr?

Für den Mürbeteig wird gebraucht:        300g Weizenmehl
200g Butter
150g Zucker
1 Ei
Zitronenschale von 1 Bio-Zitrone

Ganz einfach alle Zutaten verkneten und den Teig für 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.
Eine Springform von 26cm fetten.

Für den Belag:                                         1 kg säuerliche Äpfel
Saft von 1 Zitrone
nach Belieben 50g Rosinen
40g Zucker
1/2 TL gemahlener Zimt
2 Eier
3 EL Milch
1 EL Zucker
1 EL Vanille-Puddingpulver zum Kochen 


Die Äpfel schälen, vierteln und in dünne Scheiben schneiden. Mit Zitronensaft, Rosinen, Zucker und Zimt mischen.
Den Backofen auf 200° Ober-/Unterhitze vorheizen.

Nach der Kühlzeit 2/3 des Teiges ausrollen und Boden und Rand der Form damit auslegen. Den Teig mit einer Gabel mehrmals einstechen und die Apfelmischung darauf verteilen. Das restliche Drittel des Teiges ausrollen und in schmale Streifen schneiden. Das klappt gut mit einem Pizzaroller.

Für den Pudding die Eier mit der Milch, dem Zucker und Puddingpulver verquirlen und über die Äpfel gießen. Die Teigstreifen gitterartig auf die Äpfel legen.

Nun den Kuchen für 50-60 Minuten im heißen Ofen auf der mittleren Schiene backen, bis er schön goldbraun ist.

Kurz in der Form abkühlen lassen.
Danach lösen und ordentlich genießen.

Bei der Vielfalt an Rezepten, die man überall findet, macht es mir immer besonders viel Spaß, zu den einfachen Sachen zurück zu kommen. Meistens schmecken sie am besten, sonst wären sie keine echten Klassiker und jahrelang so beliebt gewesen.
Es lohnt sich also meiner Meinung nach immer wieder, in alten Backbüchern zu stöbern.

In diesem Sinne noch einen schönen Sonntag.

Küsschen,

eure Natalie.

Super easy-peasy veganer Blechkuchen mit Zwetschgen und Trauben


Wenn es mal etwas schneller gehen muss und man irgendwelches Obst zu verbrauchen hat, dann kann ich euch diesen Kuchen nur an Herz legen. Er ist wirklich fix gemacht und bei einem ganzen Blech kann man die Hälfte auch einfach auf Vorrat einfrieren. 
So viele Vorteile in einem Kuchen - kann nur genial sein. 

Ihr braucht:                                 500g Weizenmehl oder Dinkelmehl
180g Zucker jeglicher Art
2 gestrichene TL Natron
1 Bio-Zitrone
80ml neutrales Pflanzenöl (z.B. Sonnenblumenöl)
200ml Sojamilch
300g Sojajoghurt
450g Zwetschgen, halbiert (ich hatte Pflaumenviertel)
350g grüne Weintrauben
4 EL Zucker
1/2 TL Zimtpulver
1/3 TL Bourbon-Vanillepulver
Los geht's mit dem Teig, für den ihr Mehl, Zucker, Natron und Vanille in einer Schüssel mischt. Dann die Zitrone heiß waschen, die Schale abreiben, den Saft auspressen und beides mit Öl, Milch und Joghurt zur Mehlmischung geben. Zu einem glatten Teig verarbeiten und auf ein gefettetes Backblech streichen. 
Den Backofen auf 180° Ober-/Unterhitze vorheizen.

Jetzt kann man einfach das gewaschene Obst auf dem Teig verteilen und den Kuchen im unteren Drittel ca. 45-50 Minuten goldbraun backen. Am besten ihr macht eine Stäbchenprobe.

Die Zeit könnt ihr nutzen, um Zucker, Zimt und Vanille zu mischen. Wenn der Kuchen fertig gebacken ist, diese Mischung sofort großzügig darauf verteilen und dann erkalten lassen.

Hier könnt ihr wirklich eure Vorräte plündern und jegliches Obst benutzen.
Äpfel- oder Birnenspalten, Nekatrinenspalten, Mirabellen, Rhabarber und und und. 

Tobt euch aus.
Eure Natalie.




Ich kann auch herzhaft - Tomaten-Mandel-Tarte

Gut, dass ich diesen Post nicht schon vor einer halben Ewigkeit versprochen hatte. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich nicht besonders viel Zeit hatte und es deshalb nicht früher als heute geschafft habe. 


Also kommen wir nun endlich zu dieser tollen Tarte, die sich als Mittagessen wirklich sehr gut eignet.
Der Mürbeteig ist wunderbar locker und die Mandelcreme rundet das Gesamtpaket richtig gut ab! Wer ein großer Fan von Tomaten ist, dem werden hier alle Wünsche erfüllt! Außerdem ist die Tarte vegan.

Für den Teig:                             2 Stängel Estragon oder 1/2 TL getrockneten
300g Dinkelmehl
1 EL Zucker
1 TL Salz
1/2 TL Backpulver
180g sehr kalte Margarine

Eine Tarte oder Springform von 26cm oder 28cm gut fetten.
Für den Teig die trockenen Zutaten mit Estragon mischen und die Margarine in Flöckchen zugeben. Alles mit den Händen oder den Knethaken krümelig mischen. Dann nach und nach 3-4 EL kaltes Wasser zugeben und schnell zu einem Teig verkneten. Diesen zu einer Kugel formen, zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie oder auf wenig Mehl etwas größer als die Form ausrollen. Den Teig in die Form legen, einen 2cm hohen Rand formen und alles etwa 30 Minuten kalt stellen. 

Den Backofen auf 180° Ober-/Unterhitze vorheizen. Nun den kalten Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen und auf der mittleren Schiene 10 Minuten vorbacken.

Für den Belag:                             500g Mini-Roma- oder Cocktailtomaten
60g weißes Mandelmus (z.B. von Alnatura)
80ml trockener Weißwein (ersatzweise Gemüsebrühe + 1/2 TL Apfelessig)
1/2 TL getrockneter Oregano
Salz und Pfeffer nach Gusto

Zwischenzeitlich kann man die Tomaten waschen und in ca. 5mm dicke Scheibchen schneiden.
Das Mandelmus mit dem Weißwein zum Kochen bringen und bei schwacher Hitze unter Rühren ca. 3-4 Minuten köcheln lassen. Danach alles mit den Gewürzen abschmecken. 

Den Boden mit der Sauce bestreichen und die Tomaten kreisförmig überlappend darauf verteilen. Die Tarte im Ofen ca. weitere 25-30 Minuten backen, bis die Ränder leicht gebräunt sind.

Wer mag kann nach dem Backen frischen Basilikum in feine Streifen schneiden und die Tarte damit belegen. Es schmeckt traumhaft!

Heiß schmeckt die Tarte richtig genial, sie ist aber auch kalt ein Gaumenschmaus und wie ich finde auch ein tolles alternatives Mittagessen.


Viel Spaß beim Ausprobieren, 

eure Natalie.

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Die Geburtstagstorte - eine Hommage an Nordfriesland


Da die ganze Familie jeden Sommer nach Föhr fährt und wir dieses Jahr schon gemeinsam das dritte Mal dabei waren, war es eigentlich schon entschieden, diese Torte zu machen: Eine Pharisäertorte mit Kaffee und Rum. Holen wir uns Nordfriesland nach Hause.

Zutaten für eine Springform von 26cm:
4 EL lösliches Kaffeepulver
4 Eier + 4 Eigelb Gr. M
160 g Zucker
100g Mehl
1 TL Backpulver
1 Päckchen Agartine
1/4 l Milch
8 EL brauner Rum
600g Schlagsahne
Dekoration nach Belieben

Die Springform mit Backpapier auslegen. Das Kaffeepulver mit 2 EL heißem Wasser verrühren. Die Eier trennen und die Eiweiße mit 1 Prise Salz steif schlagen, dabei 80g Zucker einrieseln lassen. 4 Eigelb und Kaffee auf geringer Stufe unterrühren. Mehl und Backpulver mischen, über die Eicreme sieben und vorsichtig unterheben. Die Masse in die Springform füllen, glatt streichen und auf der mittleren Schiene auf 175° Ober-/Unterhitze ca. 20 Minuten backen. Herausnehmen und auskühlen lassen. 

Nun kann man sich der Creme widmen. Milch und 80g Zucker aufkochen, die Agartine einrühren und kurz mitköcheln, danach vom Herd nehmen. 4 Eigelb mit 4 EL heißer Milch verrühren, dann in die restliche heiße Milch geben und unter Rühren vorsichtig erhitzen, bis die Creme andickt (die Milch darf dabei nicht kochen!). 4 EL Rum einrühren und für ca. 20 Minuten in den Kühlschrank stellen. 

Wenn der Boden mittlerweile ausgekühlt ist (ich mache sowas am Abend vorher), kann man ihn aus der Form lösen und 2 mal quer halbieren, sodass 3 Böden entstehen. Der Biskuit ist wirklich super fluffig und luftig, was toll für Konsistenz und Geschmack ist, dass Zerteilen aber nicht gerade erleichtert. Ihr müsst wirklich viel Geduld haben und vorsichtig sein, es geht aber auf jeden Fall!


Um den untersten Boden einen Tortenring legen. 250g Sahne steif schlagen und die gelierende Eicreme vorsichtig unterrühren. Seid geduldig: falls die Creme noch zu warm sein sollte, gerinnt die Mischung mit der Schlagsahne.
Die Hälfte der Creme auf dem Boden verteilen, den zweiten Boden auflegen und die restliche Creme darauf verteilen. Dann den Deckel aufsetzen und diesen mit 4 EL Rum beträufeln.
Die Torte ca. 2 Stunden kalt stellen. 

Nach dieser Zeit den Tortenring lösen, 350g Sahen steif schlagen und das gute Stück rundherum mit der Sahne überziehen. 
Nach Belieben dekorieren. Ich benutze gerne Mokkabohnen, weil sie so unheimlich lecker schmecken!


Diese Torte ist schmeckt richtig gut. Die Kombination aus Kaffe und Rum harmoniert richtig gut und das nordfriesische Feeling schwingt auf jeden Fall mit. 

Gönnt euch mal diesen Genuss. 

Alles Liebe, 

eure Natalie.

Teil 2 - Miniküchlein aus Kartoffelteig

Und weiter geht das glutenfreie Abenteuer.
Klar, die Schokotörtchen hätten meiner Schwester gereicht, aber alle Anderen hatten auch so eine große Auswahl an Kuchen und Torten, dass ich ihr das auch gönnen wollte.

Ursprünglich ist dieses Rezept mit Zitrone und Reismehl. Beides sollte sie aber bei ihrer Ernährung vermeiden. Also hab ich alles mit Rumaroma versetzt und statt Reismehl, Teffmehl verwendet. Hat super geklappt.


Ihr braucht:           300g Kartoffeln (am besten mehligkochende, hatte ich aber selbst nicht)
1 Bio-Zitrone (bei mir Rum-Aroma nach Gusto)
100g Reismehl (bei mir Teffmehl)
2 EL Sojamehl
1/2 TL Backpulver
160g Zucker
1/2 TL Bourbonvanillepulver
180ml Sojamilch
4 EL neutrales Pflanzenöl (ich nehme gerne Sonnenblumenöl)
2 EL braunen Zucker
1 El sehr weiche Margarine

Los geht's mit den Kartoffeln. Diese schälen, waschen, viertel, in reichlich Salzwasser in 15-20 Minuten gar kochen, abgießen und im Topf lauwarm ausdampfen lassen. Danach zu einem Brei zerstampfen. 

Die Zitrone heiß waschen, abtrocknen und die Schale fein abreiben. Beide Mehlsorten, Backpulver, Zucker, Vanille und Zitronenschale in einer Schüssel vermischen. Den Kartoffelbrei mit der Sojamilch zu der trockenen Mischung geben und alles mit den Quirlen erst 1 Minute auf kleinster Stufe, dann 2 Minuten auf höchster Stufe zu einem zähen, homogenen Rührteig verarbeiten. 

Den Backofen auf 200° Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Mulden eines Muffinblechs mit Förmchen auslegen, den Teig darin verteilen und ca. 10 Minuten auf der mittleren Schiene backen. 

Inzwischen die Margarine mit dem braunen Zucker mischen und die vorgebackenen Küchlein mit der Masse bestreichen. Weitere 15-20 Minuten backen.

Das Rezept ist für eine Muffinform gedacht. Bei mir hat sich die Backzeit drastisch verlängert, weil ich kleine Kastenförmchen verwendet habe. Die Stäbchenprobe richtet das schon. 

Ich hätte ja nicht wirklich gedacht, dass es etwas wird. Die Kuchen sind aber so extrem saftig und besonders durch die Kruste richtig lecker! Es ist eine tolle Alternative für alle Allergiker, vor allem, weil man die Aromen so gut variieren kann. Ich habe auch noch ein paar Cranberries in den Teig geschummelt, also probiert ruhig viel aus. 

Küsschen an alle fleißigen Leser, 

eure Natalie.


P.S.: Aus dem Teig kann man auch Krapfen machen. Dafür einfach mit zwei Esslöffeln Nocken abstechen und im heißen Fett 1-2 Minuten frittieren und ausbacken. Muss ich unbedingt auch noch probieren!



Glutenfreies Gebäck für Schwesterherz - Teil 1 Schokoholics


Da der Geburtstag dieses Jahr auf einen Sonntag fiel, bot es sich an, dass meine Schwester beim Kaffee und Kuchen dabei ist.
Jetzt war da ja aber was mit diesem bösen Weizen und ihren Unverträglichkeiten...
Damit sie also nicht unsere Schlemmerei ertragen musste, habe ich auch speziell für sie etwas gebacken.

Das erste waren kleine Tartes mit Schokolade, Fleur de Sel und eigentlich Chili - den wollte sie jetzt nicht.

Für den Teig:                                        170g Buchweizenmehl
75g Puderzucker
1 Prise Salz
100g kalte Margarine

Mehl, Puderzucker und Salz mischen. Die Margarine in Flöckchen dazu geben, alles krümelig mit den Knethaken vermischen und nach und nach 1-2 EL eiskaltes Wasser zugeben, bis die Krümel zusammen klumpen.  Dann alles mit den Händen zu einem Teig verkneten und in Frischhaltefolie gewickelt 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. 

Den Backofen auf 180° Ober-/Unterhitze vorheizen und die Mulden eines Muffinblechs gut fetten. 

Den Teig in 12 Portionen teilen und auf wenig Mehl oder mit Hilfe von Frischhaltefolie auf etwa 7cm  Durchmesser ausrollen und in die Mulden des Blechs legen. Nicht verzweifle, wenn das ganz etwas bröckelig wird. Der Teig ist eben etwas spezieller. Die Böden mehrmals mit einer Gabel einstechen und ca. 8-10 in der Mitte des Ofens goldbraun backen.  Herausnehmen und abkühlen lassen. Falls nötig, hochgewölbte Böden mit dem Finger leicht runter drücken. Das geht aber nur, wenn sie noch warm sind!

Für die Füllung:                                        300g Bitterschokolade
300ml Pflanzensahne zum Kochen (z.B. von Alpro)
1/3 TL Chilipulver
1/3 TL Fleur de Sel

Die Schokolade fein hacken (ich empfehle Edelbitter von Rittersport; die hat schon die praktischen kleinen Stücke :D ). Die Pflanzensahne mit dem Chilipulver aufkochen und die Schokolade hineingeben. Das ganze ca. 3 Minuten stehen lassen, dann vorsichtig verrühren, bis eine cremige Ganache entstanden ist. Diese gleichmäßig auf den Böden verteilen, mit einer Prise Fleur de Sel bestreuen und mindestens 1 Stunde an einem kühlen Ort (nicht im Kühlschrank) abkühlen lassen. Dann sollte die Ganache fest sein. 

Da meine Schwester Schokolade liebt, waren die Törtchen ideal. Aber Vorsicht: nur, weil sie glutenfrei & vegan sind, heißt das nicht, dass sie nicht mächtig sind. Schokolade bleibt eben Schokolade. Aber auf jeden Fall eine Sünde wert.

Lasst es euch schmecken, ihr Schokoholics,

eure Natalie.

Weinschaummousse als leichtes Dessert

Der Geburtstagsmarathon geht weiter. 
Aber vor dem jährlichen Kaffe-Kuchen haben wir in den Geburtstag meines Freundes reingefeiert. Da der Herbst sich momentan von seiner schönsten Seite zeigt, wir im Weinbaugebiet wohnen und die Lesen auf Hochtouren laufen, haben wir es uns nicht nehmen lassen und den Abend mit frisch gezapftem Federweißer und Flammkuchen verbracht.
Ich finde es aber immer schöner, wenn es zum Abschluss doch noch etwas Süßes gibt - egal, wie viel man schon gegessen hat.. 
Also entschied ich mich dazu, als kleine Überraschung eine Weinschaummousse zu machen. Zum einen, weil ich weiß, dass das den Geschmack meines Freundes trifft, zum anderen, weil ich nach dem Festmahl nichts super süßes haben wollte, was schwer im Magen liegt.
Selbst ich fand die Mousse geschmacklich super, obwohl ich Weincremes im Allgemeinen nicht so gerne mag. 


Für 6-8 Portionen braucht ihr:                1 1/2 Päckchen Agartine 
375ml trockenen Weißwein
3 Eier
1 Prise Salz
120g Zucker
1/4 TL gemahlene Vanille

125ml Wasser mit der Agartine etwa 2 Minuten köcheln lassen. Den Weißwein einrühren, Topf vom Herd nehmen und alles abkühlen lassen, bis die Creme zu gelieren beginnt. Falls ihr es eilig habt, den Topf einfach in den Kühlschrank stellen.
Die Eier trennen und die Eiweiße mit dem Salz steif schlagen, dabei den Zucker einrieseln lassen. Die Masse weiter schlagen, bis sie fest ist und schön glänzt. Die Eigelbe mit dem restlichen Zucker und der Vanille separat schaumig schlagen. Dann die gelierende Weinmischung mit der Eigelbmasse verrühren und anschließend vorsichtig den Eischnee unterheben. 

Die Mousse nun ich schöne Schälchen füllen (oder aber in eine große Schüssel, um später Nocken abzustechen) und 1 Stunde im Kühlschrank fest werden lassen. 


Die Konsistenz ist wirklich toll und die Mousse zergeht direkt auf der Zunge. Für alle, die also Wein mögen, ist dieses leichte Dessert ideal!

Wie immer, viel Erfolg beim Nachmachen, 
eure Natalie.





Freitag, 26. September 2014

Time for Cookies - Cranberry-Softcookies mit Kokoschips


Ich finde, manchmal braucht man irgendwie einen Keks, in den man einfach reinbeißen kann. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich relativ selten welche mache. Aber jedes Mal wundere ich mich selbst darüber, denn es ist oftmals kein großer Aufwand und das Ergebnis ist vieeeeel besser, als gekaufte Kekse oder Cookies.

Ich liebe es, den Teig beim backen zu beobachten. Es lässt mein Herz quasi höher hüpfen, wenn sie immer größer werden und sich förmlich zu Riesen entwickeln. Dann der herrliche Geruch... unbeschreiblich.

Bei dieser Version bleibt der Rand knusprig und die Mitte schön soft - fast schon richtiges Soulfood!

Ihr braucht für ca. 36 Stück:   60g getrocknete Cranberries - grob gehackt
225g zimmerwarme Margarine
100g Rohrohrzucker
85g Puderzucker
1 Prise Salz
1 Bio-Limette
1 gestrichener TL Backpulver
240g Weizenmehl (Type 405)
1/2 TL Bourbon-Vanillepulver
1 EL geröstete Kokoschips

Die Margarine mit beiden Zuckersorten und Salz auf mittlerer Stufe schaumig rühren. Die Limette heiß waschen, die Schale abreiben und mit Mehl, Backpulver und Vanillepulver mischen. Diese Mischung esslöffelweise zur Margarine-Zucker-Mischung geben und vollständig einarbeiten. Dann Cranberries und Kokoschips zusammen unterheben.

Den Backofen auf 180° Ober-/Unterhitze vorheizen.

Mit einem Teelöffel auf 3 mit Backpapier belegte Bleche jeweils 12 kleine Teighäufchen setzen und minimal platt drücken. Die Bleche nacheinander im Ofen 12-14 Minuten backen, bis die Ränder goldbraun sind. Aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen. 


Wenig Aufwand, tolles Ergebnis.

Viel Erfolg und viel Spaß!

Eure Natalie.